Sicherheit bei Chats & Co. - Wer ist wer im Netz?

Dass Chats so beliebt sind, lässt sich sicherlich durch die schnelle und einfache Art der Kontaktaufnahme erklären. Nachrichten in Echtzeit, egal wie weit die jeweiligen Teilnehmer auseinander liegen. Schnell lernt man im Chat neue Leute kennen.  

Chatten ist nicht nur bei Kindern und Jugendlichen beliebt. Auch Erwachsene tummeln sich in Chats von Kontaktbörsen, Fotocommunities u.a. Es ist einfach toll, dass man mit Menschen im Netz kommunizieren kann, um sich zu bestimmten Themen auszutauschen oder um eventuell den Partner fürs Leben zu finden.

Interessanter wird es noch beim Chatten mit einer Kamera z.B. mit Skype. Da können Eltern ihre Kinder in der Ferne sehen oder Jugendliche ihre Schulfreunde, die ein Jahr im Ausland verbringen.  

Diese Form der Kommunikation im Internet bringt Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen jedoch nicht nur Spaß, sondern kann auch zu unangenehmen Situationen im Chat und im realen Leben führen. Die Gefahren werden auch künstlerisch aufgegriffen. So beschreibt die Band „Fettes Brot" in ihrem Lied „Ich lass dich nicht los" wie ein harmloser Chat in Stalking übergeht. Dieses Lied sollte man sich ruhig anhören, wenn man mit Jugendlichen zu dem Thema „Chatten" ins Gespräch kommen möchte.  

Pädophil veranlagte Erwachsene versuchen via Chats und Messenger - Dienste Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aufzubauen. Zunächst treten sie unter Verschleierung ihrer wahren Absichten und ihrer wahren Identität mit ihren Opfern in Kontakt, um so an persönliche Daten, wie E-Mail Adresse, Handy- oder Telefonnummer, Name und Anschrift zu gelangen.Sexuelle Belästigungen mit Fragen sexuellem Inhalts oder der Schilderung von sexuellen Handlungen sind ebenso möglich, wie die Live-Übertragung sexueller Handlungen über Webcams. Nach Herausgabe persönlicher Daten besteht die Gefahr sexueller Belästigung oder gar eines sexuellen Missbrauchs bei anschließendem persönlichem Kontakt.  

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Eine wahre Geschichte

Besonders vorsichtig sollte man sein, wenn es zum realen Treffen mit Internetkontakten kommt. Niemals alleine treffen und immer an belebten Orten, damit nicht so etwas passiert wie bei der 27-jährigen Melanie (aus einem Zeitungsbericht).

"[...] In dem Internetforum hatte sich der Mann unter einem weiblichen Pseudonym angemeldet. Die 23-Jährige habe im Internet Kontakt zu einer Frau gesucht, den sie glaubte, in dem 27-Jährigen gefunden zu haben, sagte ein Sprecher der Polizei. Nach den Schilderungen des Verdächtigen hätten sich die beiden verabredet. Da Melanie aber eine Frau am Treffpunkt erwartet habe, sei es zum Streit gekommen. [...]"