Casino im Kinderzimmer

Spiele wie Coin Master erobern den Appmarkt. Insbesondere bei jungen Nutzern erfreuen sich die Apps großer Beliebtheit. Der Glücksspielaspekt fällt bei der bunten und verspielten Optik oftmals nicht auf.

 

Coin Master werden, dass ist das große Ziel in der namensgebenden App des Entwicklerstudios Moon Activ. Dazu gilt es wieder und wieder Spielwährung in den digitalen Spielautomaten zu stecken. Von den gewonnenen Münzen lassen sich dann weitere Spielrunden oder Verbesserungen für das virtuelle Dorf finanzieren. Insbesondere Jugendliche sind von dieser Spielmechanik äußerst angetan, betrachtet man den Erfolg anderer online Simulationen wie Clash Royal oder Clash of Clans. Problematisch sind bereits bei diesen Vertretern die Mikrotransaktionen die im Spiel getätigt werden können um ein schnelleres vorankommen zu ermöglichen. Durch die kleinen Beträge tut es erstmal nicht so weh sein Taschengeld in Spielwährung zu tauschen, doch wie so oft gilt die Menge macht’s.

Das selbe Monetarisierungsmodell finden wir auch bei Coin Master. Erweitert wird das ganze um den Aspekt des simulierten Glücksspiels. Juristisch gesehen ist Coin Master kein Glücksspiel, es werden keine wirklichen Gewinne ausgeschüttet, die wesentlichen Mechaniken sind allerdings dieselben.

Problematisch ist das sich das Spieldesign und die Werbung gezielt an ein junges Publikum richtet. Stars wie Dieter Bohlen und Bibi sollen Jugendliche zum Spielen begeistern, damit diese erste Erfahrungen mit Glückspiel sammeln können. Diese Herangehensweise baut Vorbehalte ab und erleichtert den Umstieg auf reales Glückspiel.

Um Suchtrisiken zu minimieren wäre eine Überarbeitung des Jugendschutzes in Bezug auf Spielgeld Apps wünschenswert.

 

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