DAK-Gesundheit: Mehr Kinder wegen Depression behandelt

Während der Corona-Pandemie ist die Zahl der Schulkinder mit einer Depression nach Krankenkassen-Zahlen gestiegen. Im ersten Pandemiejahr 2020 seien in MV über neun Prozent 15- bis 17-Jährige mehr als im Vorjahr erstmals mit einer Depression ärztlich behandelt worden, teilte die Krankenkasse DAK-Gesundheit am Dienstag nach der Auswertung eigener Daten mit. Bei den 10- bis 14-Jährigen habe es ein Plus von rund sechs Prozent gegeben.

Der „Kinder- und Jugendreport“ der DAK basiert den Angaben zufolge auf Abrechnungsdaten von rund 23 000 Kindern und Jugendlichen im Alter bis 17 Jahre, die bei der DAK-Gesundheit in MV versichert sind. Analysiert wurden demnach die Jahre 2019 und 2020. Der Report basiere damit auf Daten von fast zehn Prozent aller Kinder und Jugendlichen in MV und sei hinsichtlich der Alters- und Geschlechtsverteilung repräsentativ.

Die Corona-Pandemie mit wochenlangen Schul- und Kita-Schließungen hat dem Report zufolge viele Kinder auch dicker werden lassen: 2020 seien rund 16 Prozent mehr Grundschulkinder im Nordosten erstmals wegen einer Adipositas ärztlich behandelt worden als 2019. Zugleich seien fünf Prozent weniger Vorsorgeuntersuchungen gezählt worden. Das sei ein gefährlicher Trend, so die Krankenkasse.

DAK-Landeschefin Sabine Hansen lobte die Einsetzung einer Enquete-Kommission „Jung sein in Mecklenburg-Vorpommern“ durch den Landtag.

 

Quelle: DAK-Gesundheit