Kinder erkennen Onlinewerbung häufig nicht

Die Hälfte der 100 Lieblings-Webseiten von Kindern enthält Werbung oder werbliche Botschaften - aber nur 18 Prozent der Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren sind in der Lage, alle diese Werbebotschaften eindeutig zu identifizieren. Zu diesem Schluss kommt die neue Studie »Kinder und Onlinewerbung«, die gemeinsam von der Lan-desanstalt für Medien NRW (LfM) und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) in Auftrag gegeben und am 3. November in Berlin vor-gestellt wurde.

In der Studie untersucht das Hans-Bredow-Institut in Hamburg Erscheinungsformen von Werbung im Internet und ihre Wahrnehmung durch Kinder. Dafür haben die Wissenschaftler die derzeitige Werbepraxis auf 100 von Kindern als Lieblingsangebote genannten Webseiten untersucht und das Werbeverständnis von Kindern analysiert. Anders als im herkömmlichen Fernsehen ist Werbung im Internet omnipräsent, sie erscheint zudem in vielfältigen Formen und Spielarten. Kinder haben dabei oft Probleme beim Erkennen von Werbebotschaften, die sich ihrer Umgebung gestalterisch angleichen oder inhaltliche Bezüge aufweisen. Erst mit zunehmendem Alter und entsprechender Erfahrung mit Inhalten im Netz fällt es Kindern leichter, ein breites Spektrum an unterschiedlichen Werbeformen zu erkennen. Je deutlicher die Werbung als solche gekennzeichnet ist und sich vom eigentlichen Inhalt der Internetseite abgrenzt, umso einfacher können Kinder diese einordnen.

Die Zusammenfassung der Studie sowie den neuen Eltern-Ratgeber können Sie unter www.lfm-nrw.de herunterladen.